Gemeindeaustausch mit Wesel 2015

Zum Gemeindeaustausch im Jahr 2015 und den notwendigen Veränderungen:
VERÄNDERN ABER NICHT BEENDEN
Freunde aus unserer Partnergemeinde Wesel besuchten uns am 3. Wochenende im September. Sie kamen als kleine Gruppe nach nunmehr über 55 Jahren Partnerschaft. Die Spuren der Zeit sind in diesem Jahr besonders deutlich, langjährige Freunde sind hier wie dort verstorben oder erkrankt.
Schon im vergangenen Jahr sollte es bei unserem Besuch in Wesel zu einer offiziellen Beendigung dieser Begegnung kommen, aber weil wohl niemand so richtig die Kraft dazu hatte, wurde es auf diesen Herbst hier bei uns in Töplitz verschoben. So begann dieses Treffen mit einem sehr beklemmenden Gefühl, fast schon mit einer Unsicherheit. Viele Erinnerungen aus dieser Zeit begleiten uns. Treffen zu DDR-Zeiten waren nicht ungefährlich und dann die Wende – die erste Reise mit dem Zug im Nov. 1989 nach Wesel. Wollten wir nach so vielen Jahren diese Gemeinschaft, die uns Mut und Kraft gab, wirklich beenden? Weil ein Teil älter oder gar nicht mehr da ist, oder weil die Zeit keine Zeit und Kraft mehr zulässt?! Wollten oder müssen wir unseren Kindern nicht davon erzählen? Und in dieser Runde merkten wir, dass unsere Gefühle dafür stärker waren; wir werden weiterhin nach Wesel und Töplitz fahren; wir bleiben weiterhin partnerschaftlich verbunden; nicht aber an jedem 3. Wochenende im September, aber einmal im Jahr zu Höhepunkten hier und dort und wir werden gegenseitig aus einem Brief am 1. Advent hören, was das Jahr so brachte. Und mit diesen Gedanken, einer sehr abwechslungsreichen Tagesreise mit Bus, zu Fuß und per Schiff durch Brandenburg und einem gemeinschaftlichen Gottesdienst am Sonntag, ging eine sehr eindrucksvolle Begegnung zu Ende. Wir freuen uns auf das nächste Jahr mit Ideen, Gedanken und vor allem Mitmenschen.
Kathrin Zosky



Eindrücke des Weselaustauschs 2015
Besuch der BUGA in Brandenburg